# Beispielfälle – was FIP typischerweise findet

> *Anonymisierte Muster-Konstellationen aus unseren Engine-Pilotläufen.*

Drei Cases mit EUR-Volumen, Branche, Konfidenz und Outcome. Plus Branchen-Übersicht und ROI-Beispielrechnung. Echte Customer-Cases ersetzen die Muster, sobald Pilot-Customer Veröffentlichung freigeben.

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## Case 01 – Doppelzahlung

**Identische Rechnung von zwei Vendoren-Stämmen**

| Dimension | Wert |
|---|---|
| Branche | Handel · Großhandel |
| Umsatz | 120 Mio EUR |
| AP-Volumen | 66 Mio EUR / Jahr |
| Konfidenz | 0,96 |
| Rückhol-Potenzial | **412.000 EUR** |

### Befund
Engine erkannte 23 Buchungen über einen Zeitraum von 14 Monaten, bei denen identische Rechnungs-Positionen unter zwei verschiedenen Vendor-IDs eingebucht waren. Ursache: Lieferanten-Konsolidierung nach Akquisition, bei der der alte Vendor-Stammsatz nicht deaktiviert wurde. Einkauf erstellte weiter PO unter altem Stamm, Buchhaltung verarbeitete unter neuem.

### Konkrete Auffälligkeit
Cross-Vendor-Doppelposten zwischen „Aurora Trading AG" und „Aurora Trading & Co". Identische Artikel-Nummern, identische Mengen, Buchungs-Abstand 3–11 Tage. Engine-Hash-Match auf Beleg-Ebene.

### Outcome
18 von 23 Befunden über Beleg-Vergleich verifiziert, Erstattungs-Forderung an konsolidierten Lieferanten gestellt. Rückerstattung in zwei Tranchen erhalten. Stammdaten bereinigt, ERP-Regel aktiviert.

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## Case 02 – Skonto-Verlust

**Systematische Zahlungslauf-Disziplin verletzt**

| Dimension | Wert |
|---|---|
| Branche | Industrie · Maschinenbau |
| Umsatz | 85 Mio EUR |
| AP-Volumen | 38 Mio EUR / Jahr |
| Konfidenz | 0,98 |
| Cash-Hebel p.a. | **218.000 EUR** |

### Befund
Engine glich Konditions-Stammdaten (Zahlungsziel + Skonto-Frist) mit den tatsächlichen Zahlungsläufen ab. Ergebnis: bei 41 % der skontofähigen Rechnungen wurde nach Skonto-Frist gezahlt. Verlust: 0,57 % auf das skontofähige Volumen über 12 Monate.

### Konkrete Auffälligkeit
Vendor-Konditionen sind in den Stammdaten korrekt hinterlegt. Zahlungsläufe folgen jedoch einem Wochenrhythmus, der mit den Skonto-Fristen einzelner Lieferanten kollidiert. Insbesondere bei 14-Tage-Skonto-Lieferanten reichte das nicht aus.

### Outcome
Zahlungslauf-Frequenz von wöchentlich auf täglich erhöht für skontofähige Lieferanten. Effekt p.a. ca. 218.000 EUR. Nicht zurückholbar (Vergangenheit), aber präventiver Hebel für die nächsten 12 Monate.

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## Case 03 – Preisdrift

**Konditions-Stammdaten nicht synchron mit Vertrag**

| Dimension | Wert |
|---|---|
| Branche | Handel · E-Commerce |
| Umsatz | 55 Mio EUR |
| AP-Volumen | 31 Mio EUR / Jahr |
| Konfidenz | 0,87 |
| Rückhol-Potenzial | **156.000 EUR** |

### Befund
Engine analysierte Preis-Verlauf je Lieferant über 18 Monate. Bei 8 von 47 Lieferanten lag der durchschnittliche Rechnungspreis 3–11 % über dem vertraglich vereinbarten Listpreis – bei sonst identischen Konditionen.

### Konkrete Auffälligkeit
Vertragliche Mengenrabatte wurden nicht automatisch im ERP hinterlegt. Bei Lieferanten mit jährlicher Volumen-Staffel griff die Staffel-Klausel nicht. Engine erkannte die Preisdrift durch Soll-Ist-Abgleich Buchung gegen rekonstruierten Vertrag-Stand.

### Outcome
Bei 6 der 8 Lieferanten Konditions-Korrektur erwirkt. Rückerstattung 156.000 EUR über 4 Monate gestaffelt erhalten. Bei 2 Lieferanten kommerzielle Klärung wegen Auslegungsfragen – eingestellt.

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## Branchen-Übersicht

Was FIP typischerweise in welcher Branche findet. Bandbreite und Befund-Struktur hängen stark vom Geschäftsmodell ab.

| Branche | Typische Befunde | Bandbreite (auf AP) |
|---|---|---|
| **Handel** (Großhandel / E-Commerce / Retail) | Cross-Vendor-Doppelposten nach Lieferanten-Konsolidierung · Mengenrabatt-Staffeln nicht im ERP gepflegt · Skonto-Verlust durch starre Zahlungsläufe · Retouren-Gutschriften vergessen | 0,5 – 1,5 % |
| **Industrie** (Maschinenbau / Chemie / Automotive) | Approval-Bypass durch Buchungs-Splitting · Preisdrift gegen Rahmenvertrag · Frachtkosten ohne Vertragsbezug · Materialgemeinkostenzuschläge doppelt | 0,4 – 1,2 % |
| **Services** (Beratung / Engineering / IT) | Stundensatz-Abweichungen gegen Rahmenvertrag · Nicht fakturierte Leistungen (AR-Seite) · Forderungen über Zahlungsziel hinaus · Subcontractor-Doppelfakturierung | 0,3 – 0,9 % |

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## ROI-Beispielrechnung

Beispielrechnung für ein mittelständisches Handelsunternehmen mit 80 Mio EUR Umsatz. Konservative Annahmen, realistische Bandbreite.

| Zeile | Wert |
|---|---|
| Umsatz | 80 Mio EUR |
| AP-Volumen (55 % vom Umsatz) | 44 Mio EUR |
| Typisches Leakage (0,5 – 1,5 % auf AP) | 220 – 660 Tsd EUR |
| Plus Forderungs-Hebel auf Umsatzseite | 200 – 560 Tsd EUR |
| **Geschätztes Gesamt-Leakage p.a.** | **420 Tsd – 1,22 Mio EUR** |
| Integrity Report (Festpreis ab) | 9.990 EUR |
| **Break-even bei verifizierter Recovery von** | **unter 2,5 %** |

Annahmen: PRGX Recovery Audit Reports, APQC Benchmarks, eigene Engine-Pilotläufe. Werte variieren branchen- und prozessabhängig.

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## Hinweis zur Anonymisierung

Die drei Cases sind **anonymisierte Muster-Konstellationen** auf Basis typischer Befund-Strukturen aus FIP-Pilotläufen. Vendor-Namen, exakte Beträge und Buchungs-Datums sind verfremdet. Die Befund-Mechanik, Engine-Module und Outcome-Wege sind authentisch.

Sobald Pilot-Customer eine Veröffentlichung freigeben, ersetzen wir die anonymisierten Muster durch reale Cases mit verifizierten Outcomes.

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## Kontakt

- E-Mail: Kontaktformular unter https://financial-integrity.de/#kontakt
- Erstgespräch: kostenlos, < 24 Std Antwortzeit
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- Pricing-Details: [https://financial-integrity.de/pricing](https://financial-integrity.de/pricing)
