Belegseite

Die sieben Exporte.

Für eine Kreditorenprüfung brauchen wir sieben Auswertungen aus Ihrer Finanzbuchhaltung: den Kreditorenstamm, die Kreditorenbuchungen, die Zahlungen und offenen Posten, die Rechnungen auf Positionsebene, das Anlagenverzeichnis mit Abgängen, die Sachkonten, auf denen Boni und Rückvergütungen landen, und die Bestellungen mit Preis auf Positionsebene. In DATEV, SAP und Business Central sind das Standardauswertungen ohne Programmierung. Unten steht je Lieferung, was drinstehen muss, wo sie im System liegt und welche Befundklasse ohne sie ausfällt.

Passend zu Ihrer Fragestellung

Ihre Daten bestimmen den Prüfumfang.

Die Auswertungen unten bilden die Grundlage. Ergänzende Belege und Vereinbarungen klären wir passend zum konkreten Sachverhalt mit Ihnen.

Warum genau diese sieben

Buchhaltungsdaten liegen auf drei Ebenen, und jede Ebene beantwortet andere Fragen. Der Buchungssatz zeigt, wer wann wie viel bekommen hat - daraus kommen Dubletten, Muster über die Zeit und Compliance-Signale. Die Konditionen aus Stammdaten und offenen Posten zeigen, was vereinbart war und wann tatsächlich gezahlt wurde - daraus kommt der Skonto- und Zahlungsziel-Teil. Die Rechnungsposition zeigt Artikel, Menge und Einzelpreis - und nur dort ist Preisdrift messbar.

Die sieben Exporte decken alle drei Ebenen ab: die Rechnungspositionen (04) und die Bestellpositionen mit Preis (07) sind seit der ERP-Export-Spezifikation v2.1 Teil der Initiallieferung, nicht mehr ein separat angefragter Nachtrag. Nur zwei Lieferungen bleiben gezielt je Lieferant auf Anfrage - siehe unten.

EbeneWas darin stehtWas sie beantwortet
KopfKreditor, Belegnummer, Datum, Rechnungssumme, Soll und HabenZahlungsverhalten, Doppelzahlungen, Muster über die Zeit, Dauerbuchungen, Compliance-Signale
KonditionenZahlungsbedingung, Fälligkeit, Skontosatz, Bankverbindung, ZahlungsdatumSkonto-Ausfälle, Zahlungsziel-Streuung, Stammdatenbrüche
PositionArtikel, Menge, Mengeneinheit, Einzelpreis, RabattPreis und Menge. Und nur hier.
Was auf Kopfebene allein messbar ist, heißt Rechnungssummen-Drift. Eine Rechnung, die von 12.450 auf 13.900 Euro steigt, hat drei mögliche Erklärungen: höherer Preis, mehr Menge, anderer Warenmix. Wer das ohne Positionsdaten „Preisdrift" nennt, behauptet mehr, als er hat. Deshalb prüfen wir Preisdrift erst gegen die Rechnungsposition (04) und, wo vorhanden, gegen die Bestellposition (07) - nicht gegen die Rechnungssumme.

Die sieben Lieferungen im Einzelnen

Format: CSV oder Excel, so wie das System es ausgibt. Wir passen uns an Ihren Export an, nicht umgekehrt. Übergabe verschlüsselt über das Portal, nach unterzeichnetem Auftragsverarbeitungsvertrag.

01

Kreditoren-Stammdaten

Pflicht
Umfang
Eine Datei, aktueller Stand, alle Kreditoren.
Pflichtfelder
Kreditoren-Nummer, Name des Lieferanten.
Erforderlich für unsere Zusagen
Standard-Zahlungsbedingung beziehungsweise Skontosatz, IBAN oder Bankverbindung, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, Adresse und Ort.
Hilfreich, wo vorhanden
Anlagedatum, Sperrkennzeichen, Konzern- oder Intercompany-Merkmal.
Wo im System
DATEV: Stammdaten → Personenkonten → Export. SAP und Business Central: Lieferanten- beziehungsweise Kreditorenstamm.
Was ohne sie ausfällt
Kreditoren-Dubletten und der ganze Skonto-Teil. Ohne gepflegte Zahlungsbedingung vergleichen wir gezogene Skonti gegen eine Vermutung - und das lassen wir dann lieber.
02

Kreditoren-Buchungen, Einzelposten

Pflicht
Umfang
24 Monate, mindestens 12. Alle Kreditoren, konzerninterne eingeschlossen.
Pflichtfelder
Kreditoren-Nummer, Belegnummer, Rechnungsnummer des Lieferanten, Belegdatum, Buchungsdatum, Fälligkeitsdatum, Betrag, Währung, Belegart (Rechnung, Gutschrift, Storno) oder Soll-Haben-Kennzeichen, Sachkonto.
Erforderlich für unsere Zusagen
Buchungstext, Belegkreis oder Buchungskreis.
Hilfreich, wo vorhanden
Steuerschlüssel, Kostenstelle, Erfassungsdatum und Erfasser-Kennung.
Wo im System
DATEV: Buchungsstapel im DATEV-Format ASCII, Aufwandskonten (SKR03 3000-7999, SKR04 5000-7999) und Kreditoren-Personenkonten. SAP und Business Central: Kreditoren-Einzelposten.
Was ohne sie ausfällt
Alles. Dieser Export trägt den ganzen Scan.
Belegkreis und Buchungstext sind kein Beifang. Der Belegkreis trägt zwei Befundklassen - Zahlungsziel-Streuung und Staffeln über Standorte. Der Buchungstext ist die einzige billige Spur zu Zuschlagspositionen, solange keine Rechnungspositionen vorliegen.
03

Zahlungen und offene Posten

Pflicht
Umfang
Gleicher Zeitraum wie die Buchungen.
Pflichtfelder
Kreditoren-Nummer, Zahlungsdatum, Betrag, Währung, Referenz auf die beglichene Rechnung oder Rechnungen.
Hilfreich, wo vorhanden
Gezogener Skontoabzug, Zahlweg, Fälligkeit zum Zahlungszeitpunkt, Teilzahlungs-Kennzeichen.
Wo im System
DATEV: Auswertungen → Offene Posten → Export → ASCII. SAP und Business Central: Zahlungsausgänge und Offene-Posten-Liste.
Was ohne sie ausfällt
Jede bezifferte Rückforderung. Eine Rechnung, die zweimal gebucht ist, ist kein Geld - erst die zweite Zahlung macht sie dazu. Ohne diesen Export bleibt jede Doppelzahlung eine Prüfposition, und die Betragsart „Rückholbar" wird gar nicht erst vergeben.
04

Rechnungen auf Positionsebene

Pflicht
Umfang
Rechnungszeilen des Analysezeitraums - nicht die Rechnungssummen, sondern das, was auf der Rechnung steht.
Pflichtfelder
Rechnungsnummer, Artikelnummer, Menge, Einzelpreis.
Hilfreich, wo vorhanden
Mengeneinheit, Preisbasis (Preis je 1, 100 oder 1.000), Positionsnummer, Artikelbezeichnung.
Wo im System
Rechnungseingang bzw. Faktura auf Positionsebene, oder die E-Rechnungs-XML, sofern vorhanden. Sammeln Sie keine PDF-Rechnungen dafür - geschuldet ist der Systemexport der Zeilen. Bietet Ihr System das für einzelne Belege nicht, klären wir den Weg im Onboarding gemeinsam; für die betroffenen Belege bleibt es dann bei der Auswertung auf Belegebene, die übrigen Befundklassen sind davon nicht berührt.
Was ohne sie ausfällt
Preisdrift je Artikel. Eine Rechnungssumme, die steigt, hat drei mögliche Erklärungen - höherer Preis, mehr Menge, anderer Warenmix. Ohne Positionsdaten bleibt jede dieser drei eine Vermutung.
05

Anlagenverzeichnis mit Abgängen

Pflicht
Umfang
Ein Bericht, wenige Minuten.
Pflichtfelder
Anlagegut mit Bezeichnung, Anschaffungsdatum, Abgangsdatum und Abgangsart, Buchwert.
Hilfreich, wo vorhanden
Standort oder Kostenstelle. Ergänzend, falls ohne Aufwand greifbar: Vertrags- oder Abo-Register, Lizenz- und Nutzerlisten, Fahrzeug- und Objektlisten.
Wo im System
DATEV: Anlagenbuchführung, Anlagenverzeichnis oder Anlagenspiegel. SAP und Business Central: Anlagenbuchhaltung.
Was ohne sie ausfällt
Die Bezifferung der Zombie-Dauerzahlungen - Wartung nach Gerätetausch, Leasing nach Rückgabe, Miete für aufgegebene Flächen, Lizenzen für abgemeldete Nutzer, Versicherung für verkaufte Fahrzeuge. Ohne das Verzeichnis bleiben sie Prüfpositionen, mit ihm werden sie zu Jahresbeträgen.
06

Sachkonten für Boni, Rückvergütungen und Werbekostenzuschüsse

Pflicht
Umfang
Dieselbe Exportaktion wie bei den Buchungen, nur mit erweitertem Kontenbereich. Kostet null bis wenige Minuten.
Pflichtfelder
Einzelposten der Konten, auf denen Boni, Rückvergütungen, Werbekostenzuschüsse und Skontoerträge landen - je nach Kontierungspraxis Ertragskonten, Erlösschmälerungen oder Nettung gegen den Wareneingang.
Wo im System
DATEV: Buchungsstapel mit erweitertem Kontenbereich. SAP und Business Central: Sachkonten-Einzelposten.
Was ohne sie ausfällt
Die Bonusprüfung fällt nicht aus - sie wird falsch. Ein Bonus, der auf einem Ertragskonto gebucht wurde, fehlt in den Kreditoren-Gutschriften und sieht dort aus wie ein nicht gutgeschriebener Bonus. Das ist die Sorte Fehler, die einen ganzen Bericht entwertet, weil der eine falsche Punkt gefunden wird und dem Rest danach niemand mehr glaubt.
07

Bestellungen mit Preis auf Positionsebene

Pflicht
Umfang
Bestellpositionen des Analysezeitraums - die Preisgrundlage, gegen die die Rechnung geprüft wird.
Pflichtfelder
Bestellnummer, Gesellschaft, Lieferant bzw. Kreditorenkonto, Artikelnummer, Menge, Einzelpreis, Währung.
Hilfreich, wo vorhanden
Bestelldatum, Lieferdatum, Mengeneinheit, Preisbasis, Positionsnummer, Lieferbedingung.
Wo im System
Bestellwesen bzw. Einkauf auf Positionsebene. Bestellung und Rechnung werden nur innerhalb derselben Währung verglichen - eine Umrechnung würde einen Kursunterschied in eine Preisdifferenz verwandeln.
Was ohne sie ausfällt
Der Abgleich Rechnungsposition gegen Bestellposition. Ohne Bestellpositionen bleibt eine Rechnungsposition (04) auf der Belegebene geprüft, aber nicht gegen das, was ursprünglich vereinbart war.
Zur Artikelnummer in 04 und 07: Sie ist in beiden Lieferungen ein Muss-Feld, weil der Preisvergleich über sie läuft - eine Rechnungsposition wird nur mit einer Bestellposition desselben Artikels verglichen. Ohne Artikelnummer auf einer der beiden Seiten bleibt die Position unbewertet, statt falsch bewertet zu werden.

Auf Anfrage, gezielt je Lieferant

Zwei weitere Lieferungen fordern wir nicht pauschal an, sondern nur für einzelne Lieferanten und nur, wenn ein Befund sie braucht. Eine pauschale Anforderung wäre unverhältnismäßig - die Daten liegen häufig in einem anderen System als die Buchhaltung, und für die große Mehrheit der Lieferanten werden sie nie gebraucht.

LieferungWas sie freischaltetAufwand und Verfügbarkeit
Einkaufskonditionen und hinterlegte Einkaufspreise (Konditionsstamm)Rechnungspreis gegen den im System gepflegten Preis. Höchster Hebel je Aufwand, wo es existiert.Nur im ERP vorhanden - Einkaufsinfosatz, Konditionsstamm, Kontrakte. In DATEV gibt es das nicht.
Vertragsliste mit LaufzeitendeDauerzahlungen und Kündigungsfristen beurteilbar, ohne dafür ein Vertragsdokument einsehen zu müssen.Ein Listenexport, keine Vertragsdokumente und keine PDF. Wir fragen sie gezielt für den Lieferanten an, bei dem ein Befund sie braucht.
Stammdaten-Historie oder ÄnderungsprotokollÄnderungen an Bankverbindungen als Änderung erkennbar - insbesondere ein Wechsel kurz vor einer Zahlung.Ersatzweise zwei Stammdaten-Stände zu verschiedenen Zeitpunkten. In DATEV je nach Bestand nicht exportierbar.

Die Anfrage benennt immer den konkreten Lieferanten und den Befund, für den die Angabe gebraucht wird. Liegt die Angabe nicht vor, bleibt der Befund als Prüfposition bestehen; er wird dann nur nicht zum bezifferten Anspruch.

Ein einmaliger Stammdaten-Export zeigt den Ist-Stand, keine Historie. Eine geänderte Bankverbindung sieht darin aus wie eine normale Bankverbindung. Ohne Änderungsprotokoll sagen wir deshalb „auffällige Bankverbindungen im Ist-Stand" und nicht „Änderungen an Bankverbindungen". Der Unterschied ist nicht sprachlich.

Aufwand, ehrlich gerechnet

Für den kostenlosen Potenzial-Check: die fünf Lieferungen oben, einmalig. Der Buchungsexport selbst ist in rund 15 Minuten erzeugt, mit den vier weiteren Auswertungen zusammen rechnen Sie mit etwa einer Stunde. Es ist kein Projekt und kein Ticket an die IT - alle fünf sind Standardauswertungen der Finanzbuchhaltung.

Im laufenden Mandat kommen 13 Daten-Exporte über 15 Monate dazu: 12 monatliche plus ein finaler Export zur Endabrechnung. Jede Lieferung umfasst den Buchungsbestand, die Offene-Posten-Liste je Kreditor einschließlich Guthaben-Positionen, die Kreditorensalden und die Bonus-, Rückvergütungs- und Werbekostenzuschuss-Konten. In SAP, Business Central und DATEV sind das Standardauswertungen ohne Programmierung, zusammen unter einer Stunde im Monat. Auf Wunsch richten wir die Export-Automatisierung für Ihr ERP mit ein, dann fällt auch das weg.

Diese Lieferungen sind der Grund, warum das Honorar erfolgsbasiert sein kann: die Prüfung erkennt den Rückfluss selbst aus Ihren laufenden Buchungsdaten. Sie müssen keine Erstattung melden und keinen Nachweis führen.

Preismodell und Mitwirkungspflichten im Wortlaut: Pricing. Ablauf und Datenschutzstufen: Ablauf.

Wie viel Daten wir verarbeiten können

Gemessen am 30.08.2026 in einem eigenen Lasttest, nicht geschätzt: bis zu 10 Millionen Fakten je Engagement und 1 Million Zeilen je DATEV-Datei, solange keine Einzelgesellschaft über rund 4 Millionen Fakten liegt. Ausgenommen ist Bexio über 200.000 Buchungen - dieser Importweg ist auf diese Größenordnung nicht ausgelegt und wird erst dann nachgezogen, wenn ein Mandat ihn wirklich braucht.

Ein Fakt ist dabei eine einzelne Beobachtung aus Ihren Daten: eine Buchungszeile, ein Zahlungsvorgang, eine Ausgleichszeile, ein Stammsatz. Ein Bestand von 24 Monaten Kreditorenbuchungen in einem mittelständischen Haus liegt typischerweise deutlich unter dieser Grenze.

Herkunftsart: eigene Messung, Lasttest über die Stufen 1, 5 und 10 Millionen Fakten, 30.08.2026. Die Grenze ist eine belegte Obergrenze, keine Zusage für einen bestimmten Datensatz - was Ihr Bestand braucht, sagen wir nach dem Blick darauf.

Was wir nicht anfragen

  • Keine Verträge vorab. Weder Rahmenverträge noch Wartungs- oder Lieferverträge gehören in die erste Anfrage. Verträge fordern wir im laufenden Mandat gezielt und befundbezogen an - Anlass ist dann eine konkrete Akte, nicht eine pauschale Liste.
  • Keine Bestell- und Wareneingangsdaten vorab. Auch die kommen befundbezogen, wenn eine Überlieferung im Raum steht.
  • Kein Systemzugang. Wir bekommen Dateien, keinen Zugriff auf Ihr ERP.
  • Keine Personaldaten. Was wir prüfen, sind Lieferanten- und Kundenbeziehungen. Erfasser-Kennungen sind hilfreich, aber nicht Pflicht, und lassen sich vor Übergabe pseudonymisieren.

Wer sein Haus in der Stufe Datensouverän prüfen lassen will, gibt gar keine Buchungsdaten heraus: die Prüfung läuft dann lokal bei Ihnen, und nur kuratierte Befunde verlassen Ihre IT. Diese Stufe gibt es gegen Aufpreis auf Anfrage.

Wer das sagt

Financial Integrity Partners, Falkensee bei Berlin. Die Liste oben ist unsere eigene Anforderung und wird mit den Prüfmodulen gepflegt - was eine Lieferung freischaltet, steht daneben, weil eine Anforderung ohne Begründung nur eine Bitte ist. Verantwortlich: Sven Keysers, Managing Partner.

Die übrigen Belegseiten: Glossar der Befundklassen definiert die Klassen, die diese Exporte messbar machen. So sieht ein Befund aus zeigt das Aktenformat, in dem das Ergebnis ankommt.

Ihr nächster Schritt

Eine Stunde, und Sie wissen es.

Der Potenzial-Check ist kostenlos und ohne Bindung. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Export die Felder trägt: schicken Sie uns die Spaltenüberschriften, das klären wir vorab in zehn Minuten.