Sechs Beispiele - drei Branchen. Konkret und auditierbar.
Jeder Fall ist anders - sechs Musterfälle zeigen, wonach FIP sucht und wie ein Befund dokumentiert wird: Beleg-ID, Betrag, Konfidenz, Nachweis und Empfehlung. Drei Muster aus Lieferanten-Seite (AP), drei aus Kunden-Seite (AR), verteilt auf Handel, Industrie und Dienstleistungen. Wie eine einzelne Befund-Akte innen aufgebaut ist - Rechenweg, Belegkette bis zur Quelltransaktion, Gegenhypothese und Widerspruchsweg - zeigt So sieht ein Befund aus.
Schon einige wenige substantielle Befunde decken typischerweise das Engagement-Honorar - manchmal schon ein einziger.
Im Basisszenario entspricht das einem Ergebnishebel im mittleren einstelligen Prozentbereich des Jahres-EBIT - plus Liquidität aus Working Capital.
Methodische Tiefe (Reviewer-Validierung, Prüfthemen, Geldwirkung und Bearbeitungsstand): siehe zur Methoden-Seite.
Jeder Fall erzählt eine andere Geschichte.
Die folgenden Musterfälle zeigen ausgewählte Situationen. Das Thema steht direkt am Beispiel; Nachweise und mögliche Geldwirkung werden jeweils getrennt erläutert.
Typische Funde - drei Branchen.
Bandbreiten aus unserem Modell*. Konkrete Zahlen variieren mit Volumen, Branche und Prozess-Reife.
* Modellrechnung von FIP zu Geldwirkungen und qualitativen Prüfergebnissen.
Handel
Großhandel · E-Commerce · Retail - typisch 25–250 Mio EUR AP+AR-Volumen
Es ist Ihr Geld. Es steht nur an der falschen Stelle.
Eine offene Gutschrift. Eine doppelte Zahlung. Ein Zuschlag, dessen Grundlage entfallen ist. Wir prüfen, welche Beträge Ihnen zustehen und wie sich die Rückforderung belegen lässt.
Befund
Im Musterfall: 23 Buchungen über einen Zeitraum von 14 Monaten, bei denen identische Rechnungs-Positionen unter zwei verschiedenen Vendor-IDs eingebucht waren - ein Cross-Vendor-Doppelposten zwischen „Aurora Trading AG" und „Aurora Trading & Co" (identische Artikel-Nummern und Mengen, Buchungs-Abstand 3-11 Tage, erkannt per deterministischem Hash-Match auf Beleg-Ebene). Ursache: Lieferanten-Konsolidierung nach Akquisition, bei der der alte Vendor-Stammsatz nicht deaktiviert wurde. Einkauf erstellte weiter PO unter altem Stamm, Buchhaltung verarbeitete unter neuem.
Empfehlung
Erstattungs-Forderung an den konsolidierten Lieferanten stellen, Vendor-Stammdaten deduplizieren und den Freigabe-Workflow um eine Cross-Vendor-Prüfung ergänzen.
Befund
Im Musterfall: Ein Kunde zieht auf einer Rechnung über 144.000 EUR pauschal 3 % Skonto trotz Zahlungseingang 14 Tage nach Fälligkeit - Zahlungsziel war jedoch „14 Tage netto" (kein Skonto-Anspruch). FIP liest den Skonto-Anspruch aus AR-Buchungspattern + Vertragskonditionen.
Empfehlung
Nachforderung der unberechtigt abgezogenen 4.320 EUR via Standard-Klärungs-Mail. Plus: AR-Skonto-Check-Regel aktivieren, damit unberechtigte Abzüge automatisch im Klärungs-Workflow landen statt erst über Buchungs-Audit auffallen.
Industrie
Maschinenbau · Chemie · Automotive - typisch 50–500 Mio EUR AP+AR-Volumen
Befund
Im Musterfall liest FIP die Skonto-Disziplin aus den Zahlungsläufen - bei 41 % der skontofähigen Rechnungen wird nach Skonto-Frist gezahlt. Die Vendor-Konditionen sind in den Stammdaten korrekt hinterlegt, doch die Zahlungsläufe folgen einem Wochenrhythmus, der mit den 14-Tage-Skonto-Fristen kollidiert. Verlust: 0,57 % auf das skontofähige Volumen über 12 Monate.
Empfehlung
Zahlungslauf-Frequenz für skontofähige Lieferanten auf täglich erhöhen und Abweichungen monatlich kontrollieren. Präventiver Hebel ca. 218.000 EUR/Jahr (Vergangenheit nicht zurückholbar).
Befund
Im Musterfall: Ausgangsrechnungen werden über mehrere Monate unter aktuellem Vertragspreis fakturiert - eine Preisliste-Anpassung wurde nicht in das Faktura-System gespiegelt. FIP erkennt die Drift aus dem AR-Buchungspattern + Vertragspreisliste-Plausibilisierung.
Empfehlung
Nachforderung der Preisdifferenz für die letzten 12 Monate + Faktura-System-Update + Validation-Check zwischen Preisliste-System und Faktura-System aktivieren. Annualisiert ca. 50.000 EUR Recovery, plus Vermeidung künftiger Drift.
Dienstleistungen
Beratung · Engineering · IT-Services - typisch 15–150 Mio EUR AP+AR-Volumen
Die Preise laufen weiter. Die Staffel bleibt stehen. Der Zuschlag bleibt drin.
Was einmal vereinbart wurde, passt nicht automatisch zu dem, was heute berechnet wird.
Befund
Im Musterfall liest FIP den Preis-Verlauf je Lieferant aus den Buchungen über 18 Monate. Bei 8 von 47 Lieferanten liegt der durchschnittliche Rechnungspreis 3-11 % über dem vertraglich vereinbarten Listpreis - bei sonst identischen Konditionen. Ursache: vertragliche Mengenrabatte waren nicht automatisch im ERP hinterlegt, bei Lieferanten mit jährlicher Volumen-Staffel griff die Staffel-Klausel nicht.
Empfehlung
Rabattstaffeln im ERP nachpflegen, Gutschriften für den Rückwirkungs-Zeitraum bei 6 von 8 Lieferanten anfordern und einen Stammdaten-Sync-Prozess etablieren.
Befund
Im Musterfall: Ein Kunde erhält durchgehend 10 % Staffel-Rabatt, obwohl sein 12-Monats-Volumen unter der vertraglich definierten Schwelle für die 10 %-Staffel liegt (er gehört in die 5 %-Staffel). Stammdaten-Drift zwischen Vertragspreisliste und Faktura-System.
Empfehlung
Nachforderung der zu viel gewährten Rabatt-Differenz (5 Prozentpunkte × Faktura-Volumen) + Stammdaten-Bereinigung im Faktura-System + Quarterly-Check der Staffel-Zuordnungen aktivieren.
Was es kostet - und was zurückkommt.
Beispielrechnung für ein mittelständisches Handelsunternehmen mit 80 Mio EUR Umsatz. Konservative Annahmen, realistische Bandbreite.
Modellrechnung von FIP zu Geldwirkungen und qualitativen Prüfergebnissen. Werte variieren branchen- und prozessabhängig.
30 Minuten Vorgespräch - kostenlos.
Wir stellen die Methode vor, zeigen Ihnen das Portal in einer kurzen Demo und beantworten Ihre Fragen. Danach besprechen wir den nächsten Schritt.